Erkenntnis aus einem Radrekord: Anpassungsfähigkeit ist kein Vergnügen – sondern der Schlüssel, um ins Ziel zu kommen.

Stell dir vor, du verfolgst dein Ziel und merkst auf halbem Weg, dass du umdrehen und einen anderen Weg nehmen musst.

Genau das ist mir während der 124 Swiss Passes Challenge an Tag 22 passiert, als ich den Champex-Lac-Pass hochfuhr. Mitten im Aufstieg: eine Baustelle, kein Durchkommen. Was tun?

Eine Möglichkeit wäre gewesen, verzweifelt nach einer Alternative zu suchen – vielleicht durch den Wald neben der Strasse oder irgendwo anders entlang – nur um ja nicht denselben Weg zurückzufahren. Denn umdrehen fühlt sich wie eine Niederlage an.
(Es ist wie, wenn du die Autobahnausfahrt verpasst und dich weigerst, zurückzufahren. Stattdessen suchst du irgendwelche Nebenstraßen, die dich vielleicht irgendwann ans Ziel bringen. Langsamer, komplizierter, aber Hauptsache, man dreht nicht um).

Aber manchmal ist die klügste Entscheidung, anzuhalten, einzusehen, dass es nicht weiter geht, umzudrehen und den direktesten Weg zu deinem Ziel zu nehmen. Und zwar schnell. Nicht lange überlegen. Einfach handeln – egal wie weh es tut.

Genau das haben wir gemacht. Wir sind umgedreht, auf die andere Seite des Berges gefahren und nochmal hoch. Spass war das keiner, aber Anpassungsfähigkeit ist kein Vergnügungspark-Skill – es geht darum, die Entscheidungen zu treffen, die dich, dein Team oder dein Unternehmen ins Ziel bringen.